Hanf

Hanf – welches Potential hat die alte Kulturpflanze?

Die botanische Bezeichnung der Hanfpflanze lautet Cannabis. Hanf ist eine der ältesten Kulturpflanzen, die wir kennen. Ursprünglich in Asien beheimatet, trat sie ihren Siegeszug bis nach Europa an. Sie mag Wärme, wächst aber auch in Zonen mit gemäßigterem Klima. Die Einzelteile der Pflanze sind vielfältig verwertbar, so werden aus den Fasern der Stängel Seile, aus den Samen wertvolles Speiseöl, aus getrockneten Blättern und Blüten Arzneimittel produziert.

Hanfpflanzen

Das Potential der alten Kulturpflanze Hanf

Bekannt ist Hanf den meisten Menschen als Rauschmittel und Droge.

Es gibt verschiedene Kultursorten der Hanfpflanze. Den größten Anteil nimmt wohl der Bereich für die Faserherstellung ein. Aus Hanfpflanzen lassen sich sehr schöne, nachhaltige Bekleidungsprodukte herstellen.

Die Pflanzen weisen einen hohen Gehalt an Cannabinoiden auf. Deshalb ist der Anbau in vielen Ländern gesetzlich reglementiert. Man unterscheidet mehr als 60 spezielle Inhaltsstoffe innerhalb der Gruppe der Cannabinoide. So kommen in der Pflanze beispielsweise Tetrahydrocannabinol (THC), welches psychoaktiv ist, vor.

Der Wirkstoff der so ähnlich klingt, nämlich Cannabidiol, sollte damit aber nicht verwechselt werden, denn er ist im Gegensatz zu THC nicht psychoaktiv. Die Abkürzung des Namens heißt CBD. Dieser Wirkstoff kann auch im Körper nicht in THC umgewandelt werden und ist damit absolut unbedenklich und als Nahrungsergänzungsmittel verkehrsfähig. In klinischen Studien wurden die Sicherheit von CBD und auch die gute Verträglichkeit bestätigt.

Um die Zusammenhänge besser verstehen zu können, sollte man einen kleinen Ausflug in die Welt der Forschung unternehmen.

Das Endocannabinoid-System erklärt die Wirkung von Cannabis

Bei diesem System handelt es sich um ein Instrument der Kommunikation und Regulation zwischen dem Nerven- und Immunsystem. Mehrere Forscher entdeckten 1992 am National Institute of Mental Health in den USA das Endocannabinoid-System. 1)

Diese Entdeckung brachte weitergehende Erkenntnisse, wie Cannabis wirkt und erweiterte die Perspektiven für eine zukünftige medizinische Verwendung. Man geht davon aus, dass Cannabinoide vom Körper erkannt werden, weil sie dort wirken, d.h. es gibt dort so etwas wie spezialisierte Rezeptoren. Wissenschaftler folgern daraus, dass es Moleküle gibt, die dort andocken können: Sie werden Endocannabinoide genannt. Diese geben wichtige Signale an den Körper ab, um ihre physischen und psychischen Aufgaben zu regeln.

Man geht auf der Grundlage von Ergebnissen aus Tierstudien davon aus, dass gezielte Eingriffe in den Endocanabinoid-Stoffwechsel, zu weiteren therapeutischen Nutzen führen werden. Da positive Wirkungen im Bereich chronisch-entzündlicher Erkrankungen des zentralen Nervensystems und des Verdauungssystems bisher nur in Tierversuchen erforscht wurden, wird man weitere Ergebnisse in Humanstudien abwarten müssen.

Es gibt endogene, also durch den Körper hergestellte Cannabinoide, die mit den entsprechenden Rezeptoren im „Gespräch“ sind. Sie regulieren beispielsweise die Stimmung, Schmerzen, Appetit und den Schlaf, also grundsätzliche körperliche Vorgänge.

Was ist THC und CBD?

Interessant ist, dass die exogenen Cannabinoide, die von außen zugeführt werden, nur in Cannabispflanzen nachgewiesen wurden. Sie wirken ähnlich wie die vom Körper hergestellten endogenen Cannabinoide. Dazu gehören THC und CBD. Sie senden Signale an das Endocannabinoid-System und rufen damit physische und psychische Effekte hervor.

Es gibt zwei Rezeptoren an denen sie andocken können, einer ist zuständig für Nervenzellen und der andere für Zellen des Immunsystems.

Forscher wie Ethan Russo gehen davon aus, dass ein niedriger Cannabinoid-Spiegel, die Ursache für verschiedene Erkrankungen sein kann, wie beispielsweise chronische Schmerzen und Fibromyalgie. Werden exogene Cannanbinoide wie THC und CBD eingenommen, wirken sie stärker auf die körpereigenen Systeme.

THC kann sich an beide Rezeptoren anbinden und entwickelt eine psychische Wirkung aber auch einen rauschhaften Zustand. Es nimmt Einfluss auf chronische Schmerzen, Übelkeit, Asthma, spezielle Hirntumore und auch auf Krebsbehandlungen.
CBD dockt an keine Rezeptoren an, sondern hemmt und hindert den Abbau von Anandamid, ein Endocannabionid, was günstig ist, denn es wirkt auf der physiologischen Ebene.

Dieser Prozess kann zur Linderung von Übelkeit, rheumatoider Arthritis, Epilepsie, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Angststörungen, Nervenschmerzen und Krämpfen beitragen.

Wie Studien belegen, haben Patienten mit bestimmten Erkrankungen wie beispielsweise Parkinson oder chronischen Schmerzen höhere Endocannabinoid-Werte. Der Körper versucht dann im Rahmen der Selbstheilungskräfte einen Ausgleich herzustellen.

Was ist Medizinisches Cannabis (Hanf)?

Medizinisches Cannabis wird eingesetzt, um das Endocannabinoid-System zu stimulieren, denn der Einsatz von THC und CBD kann gute therapeutische Wirkungen hervorbringen. Sie können die schulmedizinische Therapie gut unterstützen, aber nicht ersetzen. Auf jeden Fall kann man von einem gesundheitlichen Potential der Exocannabionide ausgehen, denn sie ahmen die Wirkung der körpereigenen nach.

Die gezielt gezüchteten Hanfpflanzen weisen nur einen THC-Gehalt von 0,2 % auf und liegen damit unter der Norm der EU-Grenzen. Sie enthalten also kein rauschhaftes Potential.

Welche Produkte mit CBD-ÖL gibt es?

Bei CBD-Öl-Produkten braucht es mitunter etwas Geduld bis sich seine Wirkung zeigt. Eine Anwendung sollte mehrmals täglich erfolgen. Bei Migräne entfaltet sich oft sehr rasch das Potenzial. Vertrieben wird es als CBD-Extrakt in verschiedenen Konzentrationen in Hanföl gelöst.

Des Weiteren gibt es Aroma Pflege-Öle mit CBD für spezielle Anwendungen. Es handelt sich um einzigartige Kombinationen aus ätherischen Ölen und CBD-Extrakten. Das Produkt „Menstruation“ wurde speziell für Frauen entwickelt, um ihnen eine beschwerdefreie Zeit zu ermöglichen. Das Öl entspannt und entkrampft den Unterleib und wirkt insgesamt beruhigend.

Das CBD-Öl „Gelenkwohl“, zum Einmassieren in Muskeln, Gelenke und Bindegewebe wurde speziell entwickelt aus Arnika-Öl, Johanniskraut-Öl in Bio Qualität und CBD-Extrakten. Es wirkt wärmend indem es die Durchblutung fördert und lindert Verspannungen. Insgesamt unterstützt es das Wohlbefinden und beruhigt.

Was sind Aromapflege-Öle aus Hanf?

Das Aromapflege-Öl „Kopfwohl“ besteht aus ätherischen Bio-Ölen, versetzt mit dem Duft der echten Minze und einem Anteil an CBD-Extrakten. Einsetzbar als Aromatherapie aber auch zur Massage. Dafür eignen sich sehr gut der Auftrag mit dem Applikator im Nacken, den Schläfen, der Stirn und den Handgelenken. Die Wirkung überrascht, denn sie erfrischt und regt die Konzentration und mentalen Fähigkeiten an, gleicht aber auch Körper, Geist und Seele aus.

Die Aroma Pflege Creme „Atem frei“, ist speziell konzipiert worden für die kalte Jahreszeit. Sie dient zum Einreiben des Solar-Plexus, um den Energiefluss zu harmonisieren. Ruft wohltuende Gefühle von Entspannung und Geborgenheit hervor. Die Nase wird durch die ätherischen Öle wieder frei, man kann sie auch zum Inhalieren nutzen. Die Creme besteht aus verschiedenen ätherischen Ölen und dem CBD-Extrakt und wirkt krampflösend.

Die Aromapflege-Öle aus CBD werden aus EU-zertifizierten Nutzhanfsorten gewonnen und besitzen einen THC-Gehalt von unter 0,2%. CBD führt nachweislich weder zu einem Rauschzustand, noch macht es abhängig.

Quellen und Infos
(1) NIMH, Bethesda, Maryland/USA) unter der Leitung von William Devane und Dr. Lumir Hanus in Zusammenarbeit mit dem israelischen Wissenschaftler Raphael Mechoulam

(2) FAQ-Liste zum Einsatz von Cannabis in der Medizin, PDF https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/Versorgung/Cannabis.pdf

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Hinweis:
Nahrungsergänzungsmittel sollten nicht als Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung verwendet werden. Ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.