Herbst und Winter

Gesund und fit durch Herbst und Winter

Wenn der Sommer so langsam in den Herbst-Winter übergeht, bemerken wir zunächst, dass die Tage kürzer werden und natürlich auch kühler.

Herbst-Winter

Gesund und fit durch Herbst und Winter

Wir frieren öfter und beginnen die Heizung einzuschalten. Unser Körper muss sich umstellen. Die Herausforderungen des Organismus nehmen zu, denn jetzt scheinen überall Viren und Bakterien zu lauern, die es auf uns abgesehen haben.
Natürlich arbeitet das Abwehrzentrum im Körper jederzeit und versucht Eindringliche zu verbannen und unschädlich zu machen. In der Übergangszeit Herbst/Winter sind wir jedoch anfälliger, denn unsere Gene sind im Sommer und Winter unterschiedlich aktiv.

Es gibt Zeiten in denen die Abwehr eher schwächer arbeitet, weil die Herausforderungen größer werden durch Kälte, Nässe, weniger Bewegung und eine verminderte Vitamin-D-Produktion, bedingt durch eine veränderte Sonnenstrahlung.

Krankheitserreger

Nun sind wir Krankheitserregern jeden Tag ausgesetzt, aber nicht jeder erkrankt daran. Dabei kommen wir ständig mit ihnen in Berührung, an Türklinken, an Einkaufswagen im Supermarkt, und, und, und.

Im öffentlichen Nahverkehr wird gehustet und geschnupft und dann wischen wir uns ständig mit den Händen ins Gesicht. Die Einfallstore Mund und Nase stehen für ungebetene Gäste offen. Auch Stress und eine über längere Zeit ungünstige Ernährung schwächen unser Immunsystem.

Nicht jede Person wird aber durch Viren und Bakterien angesteckt. Es gibt also Möglichkeiten sein Immunsystem zu stärken, um die Erkältungsgefahr zu minimieren.

Wie arbeitet das Immunsystem?

Immunsystem klingt zunächst nach einem Apparat der gut funktioniert. Dabei sind die Zellen des Systems über den ganzen Körper verteilt, eingebunden in Geweben, die ständig Informationen austauschen.

Die Abwehrzellen werden von Alarmzellen aufgeweckt, sobald ein Feind erscheint. Die Zellen, die der Abwehr dienen, spüren Bakterien, Viren, Pilze oder andere Parasiten auf und vernichten sie, so beispielsweise auch Krebszellen.

Ist das Immunsystem schwach, können Viren oder andere Eindringlinge überhand nehmen und zu ernsten Erkrankungen führen.

Die Abwehr

Die Abwehr agiert gemeinsam auf eine angeborene und auf eine erworbene Weise. Wem die Nase läuft oder wer hustet, weiß dass der Körper auf die genetisch überlieferte Weise reagiert und dass er versucht auf diese Art die Erreger loszuwerden. Sie werden mehr oder weniger elegant hinausbefördert.

Wenn dies geschieht, dann bilden sich Antikörper. Das Immunsystem lernt also mit. Es studiert seine Gegner und weiß beim nächsten Mal, wie es sie schneller wieder loswerden kann.

Viren und Bakterien verändern sich ständig. Um sie erkennen zu können, ist das Abwehrsystem lernbereit. Es macht keinen Sinn zu versuchen mit Medikamenten die Abwehrreaktionen zu vermeiden, nur weil sie unangenehm sind. Ohne die neu gebildeten Antikörper, wird die nächste Grippe nicht so schnell überwunden werden können.

Was also kann man aus naturheilkundlicher Sicht tun?

Ein wichtiger Punkt ist, sich an der frischen Luft zu bewegen. Das ist auch im Winter unerlässlich, um den Körper Wetterreizen auszusetzen. Um uns rundum wohl zu fühlen brauchen wir die Bewegung. Der Körper und sein Abwehrsystem werden es danken.

Wenn draußen auch noch die Sonne scheint, hilft das der körpereigenen Vitamin-D Produktion auf die Sprünge. Allerdings ist das im Winter nicht mehr so einfach, wäre aber wichtig für das Funktionieren der Abwehrkräfte.

Unter Umständen müssen wir mit der Einnahme von Vitamin D nachhelfen, damit auch die Haut, Haare und Knochen gut versorgt werden.

Wer fetten Fisch mag, kann sich mit Lachs, Makrele und Sardinen versorgen.

Auch Eier, Butter, Käse, Leber, Pilze und Avocados sind Nahrungsmittel mit viel Vitamin D.

Eine vitaminhaltige und saisonale Ernährung mit Obst und Gemüse ist im Herbst und Winter vielleicht sogar noch wichtiger als sonst. Auf jeden Fall gibt es jede Menge Lebensmittel, die einen stärkenden Einfluss auf die Abwehrkräfte haben.

Wie sieht es mit Vitamin C aus?

Im Herbst/Winter Vitamin C zu sich zu nehmen, wird häufig empfohlen, um einer Erkältung vorzubeugen. Mit drei ausgepressten Zitronen pro Tag oder anderen Vitamin C Lieferanten ist man schon gut versorgt. Vitamin C hilft den Zellen der Schleimhäute aktiv bei der Immunabwehr. Insgesamt stärkt Vitamin C die Abwehr, denn es ist ein wichtiger Gegenspieler von freien Radikalen. Diese können die Zellen angreifen und schädigen.

Eine gute Versorgung mit Vitamin C kann wohl keine Erkältung verhindern, aber es verringert die Anfälligkeit dagegen und verkürzt den Infekt. Wer mit Zitrusfrüchten Probleme hat, kann sich auch dem Sanddornsaft zuwenden, denn er enthält sehr viel Vitamin C. Dies gilt ebenso für die Hagebutte oder die Acerolakirsche.

Weitere Vitamine und Mineralstoffe

Die Vitamine E und A gehören ebenfalls zu den Antioxidantien und auch diese unterstützen das Immunsystem. Wer Aroniabeeren liebt, greift zu den Früchten mit einem hohen Anthocyangehalt und genießt den Schutz vor Zellschäden und grippalen Infekten.

Ein ballaststoffreiches Frühstück ist zu empfehlen, dafür eigenen sich Haferflocken, mit den Vitaminen A, C und E, sowie Eisen und Zink. Der Darm wird in seiner Schutzfunktion durch Zink gestärkt. Beim ersten Kratzen im Hals kann sich die Einnahme von Zink lohnen, um den Infekt zu verkürzen. Dazu passt gut die zeitgleiche Einnahme von Vitamin C.

Um den Haferbrei noch abzurunden, kann man ihn mit Leinöl oder Algenöl verfeinern. Beide Öle haben viele ungesättigte Fettsäuren. Leinöl verhilft dem Zellstoffwechsel und den Hormonen zu mehr Frische und das Algenöl fördert die Gehirnfunktion.

Einen weiteren Schub an Vitaminen und Mineralstoffen gönnt man seinem Körper mit dem täglichen Verspeisen eines Apfels, wobei die Schale mitgegessen werden sollte, denn dort sitzen die Vitamine. Der Blutzucker bleibt dadurch eine Zeit lang stabil und die Verdauung mag besonders gerne diese Ballaststoffe.

Wer zwischen den Mahlzeiten gerne snackt, kann zu Nüssen greifen, auch sie bieten Zink und Eisen. Um das Lymphsystem anzukurbeln, eignen sich Walnüsse.

Diese vertragen meist auch Allergiker mit Haselnussproblemen.

Im Herbst/Winter gibt es frischen Feldsalat zu kaufen mit viel Vitamin A. Dazu kann man sich Karotten reiben und mit selenreichen Avocadostücken anreichern. Im Winter ist Kohl-Zeit. Alle Sorten sind reich an Vitaminen A, C, E und Zink. Kohl kräftig mit Knoblauch oder Pfeffer gewürzt, schmeckt sehr lecker.

Wer leichteres Essen bevorzugt, kann sich auch mal mit Kartoffeln, Kräutern und Quark versorgen.

Sauermilchprodukte zum Nachtisch versorgen uns mit B6, B12 und Vitamin E und bieten dem Darm eine gute Grundlage und Unterstützung.

Stärkender Tee

Ein traditionelles Hausmittel in Griechenland ist ein aus Zistrose ( Cistus Incanus) hergestellter Tee. Sobald sich der Hals meldet, kann man sich diesen herb-würzigen Kräutertee aufbrühen. Mit Honig oder Zitronensaft verfeinert schmeckt er gut, hat eine beruhigende Wirkung auf die Schleimhäute und stärkt dabei das Immunsystem.

Sich aus der Ingwerwurzel einen Tee zu bereiten, dürfte den meisten Menschen bekannt sein, gerade für die kalte Jahreszeit. Ingwer wärmt aufgrund seiner Schärfe.

Das ätherische Öl hilft dabei. Ingwertee trinkt man auch bei einem drohenden Infekt. Er wirkt recht gut auf die Abwehrkräfte und auch auf die Verdauung.

Was kann man noch tun?

Wechselduschen und Saunagänge stärken die Durchblutung und das Immunsystem.

Für wen das nicht machbar ist, kann sich abends mit einem warmen Fußbad helfen.

Mit Natron oder Meersalz als Zusatz kann man Erkältungen vorbeugen. Sie leiten Überflüssiges aus der Haut aus und wirken dabei entsäuernd. Wer lieber in Düften schwelgt, kann auch stattdessen einige Tropfen ätherisches Öl ins Wasser geben.

Wer häufiger unter Infekten der Nase leidet, befreit und desinfiziert diese durch Nasenspülungen mit Salzwasser. In diesem Zusammenhang sollte auch an Stoßlüften gedacht werden, denn trockene Heizungsluft trocknet die Nasenschleimhäute zusätzlich aus, so dass Viren und Bakterien ein und ausgehen können. Je feuchter die Luft ist, umso besser für die Haut.

Genügend zu schlafen oder sich einen halbstündigen Mittagsschlaf einzuplanen, kann eine gute Quelle sein, wieder Kraft zu tanken.

Für gute Laune zu sorgen, unterstützt das Immunsystem, denn Seele, Geist und Körper arbeiten untrennbar zusammen. Fit und gesund durch Herbst und Winter, so kann es klappen.

Disclaimer:
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Hinweis:
Nahrungsergänzungsmittel sollten nicht als Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung verwendet werden. Ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.