Honig stärkt die Abwehr und die Gesundheit

Wie entsteht eigentlich Honig?

Honigbienen sind fleißige Sammlerinnen von Nektar, den sie aus den Blütenkelchen von Pflanzen gewinnen. Es handelt sich dabei um den zuckerhaltigen Pflanzensaft, den sie mit ihrem Saugrüssel aus dem Kelch ziehen und in ihrer Honigblase vorübergehend einlagern. Dieser wird dann zurück in den Bienenstock transportiert, abgeliefert und zur weiteren enzymatischen Verarbeitung durch andere Bienen freigegeben. Außer Nektar sammeln Bienen noch süßen Honigtau von Laub- und Nadelbäumen.

Honig

Honig stärkt die Abwehr und die Gesundheit

Die Arbeiterinnen im Bienenstock vermengen den Nektar und Honigtau mit ihren körpereigenen Enzymen. Damit verändern sie die Zusammensetzung des Zuckers. Die Feuchtigkeit des Eintrags verdunstet durch die warme Luft im Stock. Dadurch wird der Honig in den Waben eingedickt. Der ganze Vorgang ist komplex und erst wenn er zum Abschluss gekommen ist, kann der Imker den Honig aus dem Stock nehmen.

Die Sammlerinnen bringen auch Pollen in den Stock ein, womit besonders die Brut aufgezogen wird.

Honig dient der Gesundheit

Obwohl Honig zu 80 % aus Zucker besteht, dient er der Gesundheit. Wie kommt das?

Zucker ist eben nicht gleich Zucker. Der Honig verfügt über eine Menge verschiedener Zuckerarten und besonders viel Fruchtzucker. Hauptsächlich lassen sich Einfachzucker, also Trauben- und Fruchtzucker nachweisen, ein kleinerer Anteil an Saccharose, Malzzucker und weitere 20 verschiedene Arten Zucker. Interessant ist dabei, dass der Blutzuckerspiegel relativ konstant bleibt, wenn man ihn konsumiert hat. Erst nach gut 2 Stunden sinkt er kontinuierlich aber sehr langsam ab, Honig besitzt einen niedrigen glykämischen Index und vermeidet dadurch eine Unterzuckerung.

Andere Zucker, die sich beispielsweise in Süßigkeiten befinden, führen zu einem schnellen Blutzuckeranstieg. Der Nachteil bei dieser schnellen Energiezufuhr ist, dass er auch schnell wieder abfällt. Das Ergebnis sind Heißhungerattacken auf weitere Süßigkeiten. Raffinierten Zucker durch Honig zu ersetzen macht Sinn, da das Verlangen nach Süßem weniger ausgeprägt  und man länger satt ist.

Diese Erfahrung machten auch Teilnehmer an der Honigstudie, die in Österreich durchgeführt wurde. Fast die Hälfte verloren an Körpergewicht, aufgrund der Tatsache, dass der verwendete Honig die Insulinausschüttung verringerte und die Sättigung über einen längeren Zeitraum stabil blieb. Der Konsum von zuckerhaltigen Getränken, vielen Süßigkeiten, sowie Schokolade ist für den Stoffwechsel problematisch, denn der Körper lagert überflüssigen Zucker in der Leber ein. Das Fettgewebe im Bauchraum nimmt zu und langfristig kann das zu Adipositas führen.

Welche Bestandteile hat der Honig

Weitere wertvolle Inhaltsstoffe machen den ihn für die Ernährung interessant. Mehr als 400 Nährstoffe wie Enzyme, Mineralstoffe, Vitamine, Spurenelemente, Flavonoide, Aminosäuren und vieles mehr liefert der Honig als Lebensmittel. Mit dabei sind jede Menge Antioxidantien, die wichtig sind, um Entzündungen im Körper zu verhindern.

Da er ein Naturprodukt ist, liegt die Bedeutung für die Gesundheit nicht in einzelnen Inhaltsstoffen, sondern in der Gesamtheit ihres Zusammenwirkens. Je nachdem wo die Bienen den Nektar eingesammelt haben wird auch der Nährstoffgehalt unterschiedlich sein.

Ein Blütenhonig besteht hauptsächlich aus Nektar von Blumen und Obstbäumen. Dadurch enthält er sehr viele Vitamine und Pollenbestandteile. Es gibt sortenreine Honige wie beispielsweise Raps- oder Kastanienblütenhonig. Der Eintrag stammt dabei fast ausschließlich aus gesammeltem Nektar von Raps- oder Kastanienblüten. Die Zusammensetzungen werden natürlich variieren. Je flüssiger der Honig ist, umso mehr Fruktose enthält er. Waldhonig, der aus Honigtau von Laub- und Nadelbäumen stammt, hat dagegen einen höheren Mineraliengehalt.

Honig dient der Steigerung der Immunabwehr

Dr. Johann Puttinger (Arzt für Allgemeinmedizin) und Dr. Karin Schinhan – Kumpfmüller (Ärztin für Allgemeinmedizin und Betriebsärztin) haben die Auswirkungen von Honig auf das Immunsystem erforscht. Das Projekt wurde von der EU gefördert und im Auftrag des österreichischen Imkerbundes durchgeführt. Dabei sollte durch eine wissenschaftliche Studie herausgefunden werden, in wieweit sich der regelmäßige Genuss von Honig auf die Gesundheit und das Immunsystem auswirkt.

Es stellte sich heraus, dass der Konsum von täglich ungefähr 5 TL Infekten vorbeugen kann. Enthaltene Nährstoffe helfen den Atemwegen durch ihre lindernde Wirkung bei Infektionen. Honig unterstützt auch die Verminderung von freien Radikalen, welche die Entstehung ernsthafter Erkrankungen durch Zellschädigungen befördern können. Radikalenfänger wie Vitamin C, Spurenelemente und Enzyme, die in ihm enthalten sind, werden dafür verantwortlich gemacht.

Das Immunsystem unterscheidet ob Bakterien oder Viren dem Körper schaden oder ob sie harmlos sind. Je nachdem wehrt es sie entsprechend ab. Durch den täglichen Honigkonsum wird es in seiner Aufgabe wirkungsvoll gestärkt.

T-Lymphozyten

Verantwortlich als „Abfangjäger“ sind die T-Lymphozyten. Sie vermehrten sich, wie die Studie zeigte, um 6 %. Die natürlichen Killerzellen, die fremdartige Tumorzellen aufspüren, erhöhten sich sogar um 20 %. 

Honig beeinflusst auch die Darmflora in positiver Weise. Seine Inhaltsstoffe regen die Darmtätigkeit angenehm an und regulieren sogar eine chronische Verstopfung.

Er enthält die Aminosäure Tryptophan, die wiederum die Serotoninbildung anregt. Dies ist wichtig um uns wohl und in unserer Kraft zu fühlen. Zudem lindert Serotonin das Schmerzempfinden und hilft bei Kopfschmerzen.

Die Qualität ist wichtig

Damit Honig all die schönen gesundheitlichen Wirkungen auch erfüllen kann, bedarf es einer sehr guten Qualität. Deshalb sollte beim Kauf auf ein paar Dinge geachtet werden. Ein Qualitätsmerkmal ist die hohe Anzahl an Enzymen und ihrer Aktivität. Um diese zu erhalten, darf der Honig nicht über 40 Grad Celsius erhitzt werden.

Am besten kauft man ihn direkt vom Imker der nach Bio-Richtlinien arbeitet oder Anbieter die Honig von ihm beziehen. Man kann davon ausgehen, dass sie genau wissen, wann die Reife des Honigs soweit gediehen ist, dass er verkauft werden kann. Sie gehen sorgsam und hygienisch bei der Verarbeitung vor.

Auch in Supermärkten kann man in der Regel regional erzeugten Honig kaufen. Bei importiertem Honig sollte man vorsichtig sein, er kommt meistens aus China oder den USA. Auf langen Transportwegen wird er fest und muss erwärmt werden. Um ihn schnell abfüllen zu können, wird er häufig auf über 70 Grad erhitzt. Dann besitzt er kaum noch den wertvollen Enzymgehalt. 

Er sollte so naturbelassen wie möglich sein. Er reagiert nicht nur empfindlich auf Wärme, sondern auch auf Licht. Honig sollte daher immer an einem kühlen und dunklen Ort gelagert werden.

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Hinweis:
Nahrungsergänzungsmittel sollten nicht als Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung verwendet werden. Ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.