Insulinfreundliche Ernährung

Eine insulinfreundliche Ernährung senkt das Diabetes Risiko

Schaut man sich den Bericht „Die Diabetes-Epidemie in der Europäischen Region“ der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Regionalbüro Europa an, wird man feststellen, dass sich Diabetes inzwischen zu einer grossen Volkskrankheit ausgeweitet hat.

insulinfreundliche Ernährung

Eine insulinfreundliche Ernährung senkt das Diabetes Risiko

„In der Europäischen Region der WHO leiden rund 60 Mio. Menschen an Diabetes. Dies entspricht ca. 10,3% der männlichen und 9,6% der weiblichen Bevölkerung ab 25 Jahren. Die Prävalenz nimmt in allen Altersgruppen in der Region zu. Dieser Anstieg ist überwiegend auf die Ausbreitung lebensstilbedingter Risikofaktoren zurückzuführen.

Immer mehr Menschen laufen aufgrund ihrer Lebensgewohnheiten Gefahr, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Untersuchungen deuten darauf hin, dass potenziell veränderbare Risikofaktoren – Übergewicht und Adipositas, ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel, aber auch sozioökonomische Benachteiligungen – für 80% der Zunahme der Fallzahlen verantwortlich sind. Die übrigen 20% sind auf nicht veränderbare Risikofaktoren zurückzuführen, etwa die Bevölkerungsalterung und die erhöhte Lebenserwartung.“

„Die einzige sichere Möglichkeit, die Diabetes-Epidemie wirksam zu bekämpfen, ist es, die Menschen vor einer Erkrankung an Diabetes zu schützen“, erklärt Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa.“

Was ist Diabetes bzw. die „Zuckerkrankheit“

Es handelt sich bei Diabetes um eine chronische Stoffwechselerkrankung, die durch einen hohen Blutzuckerspiegel auffällt. Bis zu ca. 90 % der Betroffenen leiden an Typ-2-Diabetes. Diese Erkrankung ist bedingt durch die unzureichende Verwertung des Insulins im Körper. Verantwortlich dafür ist eine genetische Grundlage, eine Über- oder Fehlernährung und Bewegungsmangel. Diabetes vom Typ 1 tritt hauptsächlich in jungen Jahren auf.

Sie entwickelt sich, weil die Bauchspeicheldrüse das Hormon Insulin nicht mehr produziert, es muss also täglich zugeführt werden. Diese Autoimmunkrankheit beruht auf einer erblichen Grundlage und lässt sich nicht heilen.

Wer an Typ-2-Diabetes erkrankt, hat dagegen gute Chancen auf Heilung, wenn ein ungesunder Lebensstil verantwortlich ist. Während man früher auch von einer schicksalhaften Altersdiabetes sprach, betrifft diese Erkrankung immer mehr junge Menschen. Dies hängt in der Regel mit Übergewicht, einer adipösen Erkrankung und einem Mangel an Bewegung zusammen. In Deutschland leiden inzwischen 10 % der Bevölkerung an dieser Erkrankung des Stoffwechsels.

Es ergibt Sinn die Ursachen für diese Entwicklung genauer zu betrachten, denn Diabetes Typ 2 ist nicht immer ein Schicksalsschlag, den man einfach so hinnehmen muss.

Beinflussbare Faktoren der Entstehung von Typ-2-Diabetes

Eine erbliche Grundlage kann man zwar nicht ändern, aber viel hängt von unserem Verhalten ab, ob man an diesem Leiden erkrankt oder nicht. Frauen können ihr Risiko zu einem Drittel senken, wenn sie dreimal die Woche je 20 Minuten Sport treiben, Männer um ein Viertel. Leider glauben viele Menschen nicht, dass über eine vollwertige Ernährung die Gesundheit positiv beeinflusst werden kann. Die Tatsache, dass Typ-2-Diabetes durch starkes Übergewicht oder eine Fehlernährung, durch eine zu hohe Kalorienzufuhr entstehen kann, ist ebenfalls kaum bekannt. Dabei gilt Übergewicht als Hauptrisikofaktor bei der Entwicklung  der Stoffwechselkrankheit.

Eine 9-jährige Studie an 120.000 amerikanischen Krankenschwestern zeigte, dass schon geringes Übergewicht das Risiko an Diabetes zu erkranken, um das 10-20 fache vergrösserte. Das Risiko steigt prozentual zur Höhe des Übergewichtes bzw. des Body-Mass-Indexes. In Deutschland ist Übergewicht ein grosses Problem und deshalb steigt auch die Erkrankungsrate an Diabetes-Typ 2. Problematisch für eine Diabetesentwicklung ist vor allem der Fettanteil im Körper.

Gewichtsreduzierung und Fettverbrennung sind ein Schritt in die richtige Richtung. Hinzu kommt natürlich die Kalorienreduzierung, das bedeutet, man sollte nur so viele Kalorien zuführen, wie man verbraucht. Durch Bewegung und Sport wird der Verbrauch angekurbelt. Dies mögen keine neuen Aspekte sein, aber so funktioniert es.

Die Frage die sich aufwirft ist, wie kann eine insulinfreundliche Ernährung aussehen? Dafür müssen wir uns auch noch mit dem Blutzuckerspiegel und der Insulinausschüttung befassen. Nur wer die Zusammenhänge versteht, kommt zu den richtigen Schlüssen und handelt auch danach.

Wie kommt es zu einer Insulinresistenz?

Jede Mahlzeit löst eine Ausschüttung des lebenswichtigen Hormons Insulin aus. Dieses Hormon wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet. Es vermittelt die Aufnahme von Zucker aus dem Blut in die Körperzellen. Dadurch wird der Blutzuckerspiegel gesenkt. Werden am Tage, wie früher empfohlen, 5 bis 7 kleine Mahlzeiten gegessen, führt diese Hormonausschüttung  auch zu einem über mehrere Stunden erhöhten Insulinspiegel im Blut.

Dieser Spiegel erhöht den Aufbau von Fett im Gewebe und hemmt die Verbrennung von Fett, vor allem in der Leber. Die Verfettung der Leber wiederum ist eine der Ursachen für eine Insulinresistenz und damit die Vorstufe für einen Typ-2-Diabetes. Die Körperzellen können dann nicht mehr empfindlich auf das Insulin reagieren und der Stoffwechsel braucht dann immer mehr Insulin. So entwickelt sich eine Resistenz.

Einfacher ausgedrückt: Wenn man seinen Körper mit vielen Portionen leicht verdaulicher Kohlenhydrate versorgt, muss die Bauchspeicheldrüse unter Hochdruck arbeiten. Wenn die Muskeln, aufgrund von Bewegungsmangel, den Blutzucker nicht als Energie verbrauchen, verschlimmert das die Resistenz. Die Folgen können gravierend sein.

Ernährungsumstellung als Therapie

Die gute Nachricht zuerst: Wenn man seine Ernährung und seinen Lebensstil ändert, ist sogar  eine Umkehrung der Insulinresistenz möglich. Wer Erfolg haben möchte, kommt um eine Ernährungsumstellung und mehr Bewegung nicht herum. Erfolg bedeutet, die Diabetes Typ-2 Erkrankung zu vermeiden oder falls die Krankheit bereits ausgebrochen ist, durch die Begleitung eines Arztes sie zurückdrängen.

Wenn man übergewichtig ist, sollten auf jeden Fall Kilos reduziert werden. Auch das Bauchfett muss abschmelzen. Dort werden entzündungsfördernde Signalstoffe produziert, die wiederum die Insulinresistenz fördern.

Eine Reduktionsdiät mit viel Eiweiss scheint Erfolg zu versprechen. Die Mahlzeiten werden auf drei am Tag begrenzt und auf 1200 bis 1400 Kalorien festgesetzt. So ist ein guter Grundstoffwechsel möglich und eine ausreichende Versorgung der Muskelmasse gewährleistet. Gleichzeitig wird Fett abgebaut und das Risiko eines Jo Jo-Effektes minimiert. Eiweiss hat den Vorteil für ein schnelles Sättigungsgefühl zu sorgen. 

Wichtig: Regelmässig essen und nicht zwischendurch

Grundsätzlich gilt es regelmässig zu essen und dazwischen mehrstündige Pausen einzuhalten. Also auch keine Snacks oder Cappuccino zwischendurch, denn die Milch enthält auch Zucker. Ein Übermass an schnell durchlaufenden Kohlehydraten, also Zucker, Weissmehlprodukten und auch Fruchtzucker fördern die Entstehung einer Fettleber. Dies begünstigt die Entwicklung einer Insulinresistenz und fördert Diabetes. Sowohl Eiweißss, als auch Fett liefern wichtige Bausteine für die Versorgung unseres Organismus, Kohlehydrate liefern Energie. Wird die Energie aber nicht abgerufen, d.h. wir arbeiten nicht schwer oder bewegen uns zu wenig, wird sie in Form von Fett vor allem in der Leber gespeichert. Kohlehydrate sind wichtig, wenn wir sie auch verbrennen. Der Anteil sollte aber nicht über 40 % der Gesamtkalorienmenge liegen, besser weniger (es sei denn wir arbeiten schwer).

Den Aspekt des Gykämischen Index (GI) sollte man bei der Wahl der Lebensmittel noch beachten. Bestimmte Lebensmittel (z.B. Weissmehlprodukte, Fast Food) lassen den Blutzuckerspiegel nach der Mahlzeit steil ansteigen und benötigen viel Insulin. Die Glykämische Last (GL) beschreibt den Anteil der Kohlehydrate eines Lebensmittels auf 100 g bezogen. Es lohnt sich, zu dem Thema Tabellen zu besorgen, um die Ernährung sinnvoll umzustellen. Ein Eiweiss- und Fettanteil von 30% in der Nahrung scheint sinnvoll zu sein. Ungesättigte Fettsäuren in Form hochwertiger Öle und Nüsse wirken sich ebenfalls sehr positiv aus.

Pausen zwischen den Mahlzeiten

Die Pausen zwischen den Mahlzeiten dienen dem Körper zur Fettverbrennung. Es erscheint sinnvoll morgens und abends eine kalorienarme aber eiweissreiche Mahlzeit einzunehmen. Die Hauptmahlzeit sollte dann eine sättigende, ballaststoffreiche Kost mit genügend Eiweiss (Hülsenfrüchte, Fisch, wenig Fleisch, Milchprodukte) und viel Gemüse beinhalten.

Die Forscherin Hana Kahleova von der Karls Universität in Prag hat herausgefunden, dass an Diabetes-Typ-2 Erkrankte sogar mit 2 Mahlzeiten am Tag noch besser fahren. Sie nehmen mehr ab und die relevanten Laborergebnisse verbesserten sich, ebenso wie die Fettleber. Bei den Studienteilnehmern die 3 grössere Mahlzeiten und drei Zwischenmahlzeiten zu sich nahmen, war das nicht der Fall.

Wenn Sie Kohlehydrate essen, achten sie auf Vollkornprodukte. Sie haben mehr Ballaststoffe und beinhalten wichtige Vitalstoffe. Meiden oder reduzieren Sie Fertigprodukte und Fast Food. Sie enthalten oft ungesunde Fette und Mengen an verstecktem Zucker. Reduzieren Sie Süssigkeiten und essen Sie Lebensmittel mit niedriger Energiedichte, weniger Kohlenhydraten und hochwertigen Vitalstoffen, also Gemüse, zuckerarmes Obst, Nüsse und Kaltwasserfisch. Meiden sie auch kalorienhaltige Getränke wie Milch, Fruchtsäfte, Limonaden, alkoholhaltige Getränke und trinken stattdessen stilles Wasser. Die Umstellung mag zunächst schwierig sein, aber der Körper stellt sich um, wenn wir Geduld haben und letztlich ist es eine Sache der Gewohnheit. Probieren Sie aus, was Ihnen guttut.

Achtung

Lassen Sie sich bei der Ernährungsumstellung von Ernährungsexperten oder ihrem Arzt begleiten.

Untersuchungen über die Reduktionsdiät belegen, dass der Muskelabbau sich in Grenzen hält, die Insulinsensitivität, die Funktion der Zellen und die Entzündungen sich bessern.

Tipp

Geben Sie in einer Suchmaschine im Internet die Begriffe „Ernährungsdocs Diabetes 2 Typ“ dann kommen Sie auf eine Seite des NDR Fernsehens. Dort können Sie bei Bedarf das Thema vertiefen, finden noch insulinfreundliche Rezepte für Ihre Mahlzeiten und Tipps für die Ernährungsumstellung. 

Verarbeitung und Einsatzmöglichkeiten

Werden Aloe vera Pflanzen in Bio-Betrieben angebaut, wird man sie vier bis fünf Jahre wachsen lassen, bevor man einige Blätter erntet. Danach sollte ihr eine Pause von einem Jahr gegönnt werden. Das Gel wird soweit möglich unverletzt aus den Inneren der Blätter geschält und zwar in Handarbeit. Die dünne Schicht zwischen der äußeren Blatthaut und dem Gel, lässt man dabei unberührt. Die leicht gelbliche Flüssigkeit beinhaltet den Blattsaft, der auch als Latex oder Harz bezeichnet wird.

Disclaimer:
Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen erheben keine Anspruch auf Vollständigkeit. Sie dienen nicht der Eigendiagnose oder Eigenbehandlung. Sie sind nicht als Therapieanleitung zu betrachten und ersetzen keinen Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker.
Haben Sie gesundheitliche Probleme oder länger anhaltende Symptome, fragen Sie Ihren Arzt um Rat.
Jegliche Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen, ist ausgeschlossen.

Hinweis:
Nahrungsergänzungsmittel sollten nicht als Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung verwendet werden. Ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.