Kolloidales Silber – ein natürliches Antibiotikum?

Geschichtliches

Kolloidales Silber ist eine spezielle Verwendungsform von Silber. In der Antike und im Mittelalter arbeiteten Heiler und Ärzte bereits mit Silber, dem eine Heilwirkung zugeschrieben wurde. Während Kolloidales Silber erst seit ungefähr 100 Jahren als  „natürliches Wundermittel“ verwendet wurde, um Infektionskrankheiten und Entzündungen zu behandeln. Man glaubte schon damals, dass dieses Mittel schädliche Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten bekämpfen kann.

Kollodiales Silber

Kollodiales Silber

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde es medizinisch noch zur Infektionsbekämpfung genutzt. Zu dieser Zeit standen noch keine anderen effektiven Produkte zur Verfügung. Nachdem sich die pharmazeutische Industrie entwickelt hatte, geriet kolloidales Silber in Vergessenheit.

Obwohl viele Krankheiten mit kolloidalem Silber behandelt worden waren und es innerhalb kürzester Zeit und ohne Nebenwirkungen Hunderte von Krankheitserregern abtöten konnte, also als ein natürliches Antibiotikum eingesetzt worden war, begann man an der Wirkung bei innerer Anwendung zu zweifeln.

Antimikrobielle Wirkung

Kolloidales Silber zeigt ausserhalb eines lebenden Organismus (in vitro) eine antimikrobielle Wirkung und man weiss, dass es bereits in kleinen Dosen eine Reihe von Bakterien und Pilzen inaktiviert. Die Wirksamkeit gegen Mikroben wird auf die Fähigkeit der winzigen Silberpartikel Zellwände und Zellmembranen durchdringen zu können, zurückgeführt. Nanosilberpartikel können sich an die Oberfläche von Viren setzen und damit die Fähigkeit der Viren beeinträchtigen sich an Wirtszellen zu binden.

Dennoch gilt eine medizinische Wirksamkeit oder ein gesundheitlicher Nutzen bei innerer Anwendung im Organismus als nicht nachgewiesen. Warum ist das so? Arzneimittelstudien kosten Millionen von Euro, um dann die geforderten therapeutisch wirksamen Belege zu erbringen. Wer sollte das Geld für eine Studie aufbringen, für ein Mittel das nicht patentiert werden kann? Sollte der Erfolg belegt werden, würden alle Anbieter davon profitieren.

Natürlich gibt es kleinere Studien die auch die Wirksamkeit unter verschiedenen Aspekten belegen können, ganz abgesehen von den vielfältigen Erfahrungen von Naturheilkundlern und ihrer Patienten.

Nachdem Antibiotika entwickelt und patentiert worden waren, verschwand das kolloidale Silber oder Silberwasser aus dem Bewusstsein. Antibiotika bringen es mit sich, dass immer nur bestimmte Bakterien bekämpft werden können, während mit dem Silberwasser nahezu jeder Bak­te­ri­en-, Viren- oder Pilz­stamm er­folg­reich be­han­deln kann.

Heute werden Silberionen erfolgreich in der Hygiene eingesetzt. In der Gastronomie z.B. werden Griffe von Kochgeräten mit Silberionen versetzt, damit sich darauf keine Bakterien festsetzen und vermehren können. Im UKR Regensburg läuft ein Forschungsprojekt, dass mit Silberpartikeln beschichtete Oberflächen im Kampf gegen Krankenhauskeime untersucht und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt wird.

Wie arbeitet kolloidales Silber?

Wie der Name Silberwasser bereits andeutet, wird reines Silber und reines Wasser verwendet. Dabei werden die Anteile der Silbermaterie in so kleine Partikel zerlegt, wie es möglich ist, ohne ihre Eigenschaften zu verlieren. Diese Anteile bezeichnet man als Kolloidpartikel. Je kleiner die Teile, umso größer die Wirkung, denn die mikroskopisch winzigen Partikel kommen überall hin, um ihre Wirkung dort entfalten zu können.

Studien belegten, dass es kolloidalem Silber gelingt bei Einzellern, Pilzsporen, Würmern und Plasmodien, die Durchlässigkeit der Zellmembranen zu hemmen bzw. zu verhindern. So kann die Zelle durch Austrocknung unschädlich gemacht werden. Entzündliche und allergische Reaktionen im Organismus können so abgemildert werden.

Die Silberpartikel sind dabei viel kleiner als ein Bakterium und das bedeutet, dass es ihnen gelingt in Viren, Bakterien und Pilzen einzudringen und sie so zu zerstören. Bisher ist es den Krankheitserregern nicht gelungen, gegen diese Angriffe auf verschiedenen Ebenen, Resistenzen zu bilden.

Wann kann Kolloidales Silber helfen?

Grippale Infekte, Erkältungen und Husten die von Viren ausgelöst werden, was häufig der Fall ist, können nicht mit Antibiotika behandelt werden, dieses wirkt nur gegen Bakterien. Natürlich kann es im Prozess der Erkrankung auch noch zu bakteriellen Infektionen kommen. Das Immunsystem kämpft tapfer gegen diese Angriffe an.

Normale Produkte gegen Infekte versuchen die Symptome zu lindern bzw. zu unterdrücken, was häufig kontraproduktiv ist. Husten ist wichtig um den Schleim zu lösen und diesen hinauszubefördern, denn dort siedeln sich dann gerne Bakterien an und führen zu weiteren Entzündungen.

Jetzt könnte kolloidales Silber eingesetzt werden. Es würde sowohl die Viren, als auch die Bakterien abwehren. Das Immunsystem hätte Beistand und die Krankheit müsste sich nicht verschlimmern. Die Schleimbildung würde rasch zurückgehen, weil sich der Heilungsprozess beschleunigt. Hartnäckige Erkältungen und von Viren verursachte Probleme mögen eben kein kolloidales Silber. Man wendet das Silberwasser innerlich nur an, wenn das Immunsystem sichtlich überfordert ist und zur kurzfristigen Unterstützung.

Äußerlicher Einsatz

Äußerlich eingesetzt ist kolloidales Silber vielfältig nutzbar: zur Desinfektion bei Pickel, bei Brandwunden, kleineren Hautverletzungen oder offenen Wunden. Wenn die Haut juckt, kann man es aufsprühen, um den Reiz zu stillen. Auch gegen die Probleme die bei Herpes, einer Gürtelrose oder Strep­to­kok­ken/Sta­phy­lo­kok­ken-In­fek­tio­nen der Haut auftreten, kann kolloidales Silber hilfreich sein. In der Regel sterben die Bakterien recht schnell ab, es kann aber sein das es einige Tage oder auch Wochen dauert. Dann ist Geduld  gefragt. In der Haus- und Reiseapotheke ist es als Notfallmittel somit gut aufgehoben.

Wie wendet man Kolloidales Silber an?

Bei kleinen Hautverletzungen, Kratzwunden, Schnitten u.a. kann man kolloidales Silber äußerlich ohne Einschränkung mehrmals täglich anwenden. Man kann das Silberwasser nutzen oder auch eine Silber-Hautcreme.

Auch bei Haustieren ist eine erste Hilfe Anwendung mit kolloidalem Silber möglich.

Innerliche Anwendung bitte nur sparsam nutzen, also eher bei hartnäckigen Erkältungen oder Grippe, wenn sonst nichts hilft. Auch bei schwerwiegenden Infektionen oder in besonderen Urlaubssituationen kann man es mal verwenden. Es ist eher als Notfallmittel zu sehen und sollte nicht über längere Zeit eingenommen werden. Also keine rein präventive Einnahme und da es kein Nahrungsergänzungsmittel ist auch nicht täglich.

Zum Inhalieren mit kolloidalem Silber wird eher abgeraten, weil es bisher noch keine verwertbaren Erfahrungen gibt.

Dosis

Kolloidales Silber ist sicher, wenn man es in kleinen Dosen und nicht über eine längere Zeit anwendet. Es gibt einen Grenzwert von der EPA 1 Milligramm pro Tag (Schutzbehörde für Umwelt und der menschlichen Gesundheit der USA). Dafür müsste man täglich 20 Einzeldosen einnehmen.

Es gibt viele ängstliche Geschichten über kolloidales Silber so z.B. dass man eine Argyrie entwickelt könnte, wenn zu viel kolloidales Silber einnimmt. Dies ist eine graue oder blaue Hautverfärbung, die man bekommen könnte, wenn man Silbersalze regelmäßig oder in großer Menge einnimmt. Kolloidales Silber ist jedoch kein Silbersalz, man nimmt es nur in kleinen Mengen und nicht regelmäßig ein. Also diesbezüglich besteht kein Anlass zur Sorge. Nur das Silber welches sich im Körper einlagert bereitet u.U. Probleme, kolloidales Silber wird aber mit dem Stuhl oder Urin nach seiner Wirkung ausgeschieden.

Wenn es innerlich angewendet wird, dann nur pur und ohne Wasser, da es sonst mit den Mineralien des Wassers zur Entstehung von Silbersalzen kommen kann. Der Abstand zu den Mahlzeiten sollte aus demselben Grund eine Stunde betragen. Von der Mundschleimhaut wird es besonders gut resorbiert und deshalb ist es möglichst lange im Mund zu behalten. Schluckt man es zu schnell, kann es in den Darm gelangen und dann dort evtl. die Darmbakterien schwächen.

Bei le­bens­be­droh­li­chen, größeren Wunden und Ver­let­zungen ist natürlich als erstes die Schulmedizin gefragt.

Wie steht es um die Qualität?

Es klang im obigen Text schon an, je kleiner die Partikel, desto wirkungsvoller sind sie. Ein kolloidales Silber mit mikroskopisch kleinen Anteilen ist sehr wirksam auch wenn es „nur“ 10 ppm (parts per million) Silber hat. Eine hohe ppm Zahl bedeutet nicht automatisch, das dieses Produkt wirksamer ist als eines mit niedriger Zahl. Wichtig für die Qualität und die Produktsicherheit von kolloidalem Silber ist beides. Am besten ist eine Absprache mit einem Therapeuten des Vertrauens, der auch sagen kann, welche ppm Höhe die Richtige ist und wie lange eine Verwendung sinnvoll ist.

Halten Sie das kolloidale Silber von Spannungsfeldern, wie zum Beispiel Kühlschrank, TV und Mikrowelle fern.

Weitere Infos:

Immun mit kolloidalem Silber – Josef Pies

Wirkung, Anwendung, Erfahrungen

Leseprobe:

Kolloidales, d.h. besonders fein verteiltes Silber, hatte bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts eine große medizinische Bedeutung, die im Laufe der Zeit in Vergessenheit geriet. 1998 veröffentlichte VAK mit diesem Buch die erste Einführung in die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten des alten Hausmittels und machte das Multitalent wieder bekannt. Der Ratgeber löste eine wahre „Silber-Welle“ aus und die zahlreichen Fähigkeiten des Silberkolloids sind seit der Wiederentdeckung in aller Munde: Das „Silberwasser“ wirkt wie ein Breitband-Antibiotikum und tötet Bakterien und andere Kleinstorganismen

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Hinweis:
Nahrungsergänzungsmittel sollten nicht als Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung verwendet werden. Ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.