Sinusitis und Hausmittel

Nasennebenhöhlenentzündung mit Hausmitteln begegnen

Mit einer heftigen Erkältung fängt es meist an. Der Kopf tut weh, die Nase streikt und schwillt zu. Spätestens dann weiß man, es hat einen wieder „erwischt“ und eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) bahnt sich an. In diesem Fall können als unterstützende Therapie alte Hausmittel zum Einsatz kommen und helfen die Beschwerden ausklingen zu lassen.

Sinusitis

Sinusitis mit Hausmitteln begegnen

Eine Sinusitis folgt häufig auf eine Rhinitis (Schnupfen) und äußert sich in einem dumpfen Schmerz und Druckgefühl im Kopf, wenn man sich nach vorne beugt. Die Sinusitis kann auch das Gehör beeinträchtigen, das Geruchsvermögen herabsetzen und sicherlich wird die Atmung durch die Nase erschwert sein.

Wenn Bakterien sich angesiedelt haben, wird das Nasensekret gelblich, schleimig oder eitrig aussehen. Eine Sinusitis kann sich auch auf andere Kopfbereiche ausdehnen.

Tritt sie gehäuft auf, kann sie chronisch werden. Auf jeden Fall sollte dann nachgeforscht werden, ob beispielsweise Zahnwurzeln vereitert oder gar die Mandeln entzündet sind.

Wie kommt es zu einer typischen Sinusitis?

Die Schleimhaut in den Nebenhöhlen der Nase ist mit Flimmerhärchen versehen, die Fremdstoffe binden und hinausbefördern. Es handelt sich dabei um Schmutz und Staubpartikel. Nach draußen heißt in diesem Fall durch die engen Gänge der Nase hinaus. Es gibt verschiedene Ausleitungsmöglichkeiten über den mittleren und den oberen Nasengang, sowie oberhalb der Nasenmuschel. Diese Gänge sind sehr eng und werden unter bestimmten Umständen zum Problem.

Wenn die Schleimhaut der Nebenhöhle gereizt wird durch Nikotin, ungesunde, trockene Luft und Allergenen aus Hausstaub oder Pollen, dann schwillt sie an und die Ausleitungsgänge schwellen zu. Die Flimmerhärchen können ihre Aufgabe nicht mehr ausüben. Unter diesen Bedingungen entsteht eine chronische Krankheit.

Welche Auslöser gibt es?

Ist das Wetter schlecht und man geht ohne entsprechende Kleidung hinaus, beispielsweise bei Kälte oder Wind ohne eine Mütze, kann man einer Erkrankung Vorschub leisten. Wer im Büro mit einer Klimaanlage leben muss, sollte darauf achten, dass diese nicht zu kühl eingestellt ist.

Inneres Frösteln und kalte Füße begünstigen ebenfalls eine Anfälligkeit für eine Sinusitis. Man sollte auch an eine nicht erkannte Allergie denken. Kuhmilchprodukte scheinen ein besonders guter Trigger zu sein, denn sie können die Schleimhäute anschwellen lassen, wenn man sie nicht gut verträgt. Auch Gluten haltige Produkte können eine Rolle spielen und man sollte sie bei Verdacht probehalber über eine gewisse Zeit weglassen.

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Was tun bei einer Sinusitis?

Es ist wichtig auf Wärme im Raum und eine nicht zu trockene Luft zu achten. Außerdem sind warme Füße unabdingbar. Es hilft ansteigende Fußbäder zu nehmen, denn sie ermöglichen eine bessere Durchblutung im Kopfbereich. Damit werden die Schleimhäute der Nebenhöhlen in ihrer Funktion unterstützt. Gerade zu Beginn einer Erkältung, kann ein heißes Fußbad mit Salz fast Wunder wirken.

Ein wichtiger Akupunkturpunkt unterhalb des Haaransatzes im Nacken sollte ebenfalls warmgehalten werden. Man kann eine Mütze auch drinnen und beim Schlafen aufsetzen, denn diese Wärme tut den Kopfhöhlen gut. Eine Rotlichtlampe ist vielen Menschen auch angenehm, einfach mal ausprobieren.

Die Ohren kann man mit einem Tuch und Watte schön warmhalten. Wer Halsschmerzen hat, kann mit Salzwasser oder auch Propolis (in Wasser) gurgeln.

Ein ukrainisches Hausmittel aus der Zeitschrift „Natur und Medizin“ der Carstens-Stiftung ist in diesem Zusammenhang auch interessant, denn es sorgt für Wärme an den richtigen Stellen: „Kochen Sie sich einfach zwei Eier hart, lassen diese etwas abkühlen und legen Sie sie auf die Region der Nasennebenhöhlen auf – die Eier haben als kleine Wärmflaschen genau die richtige Größe! Bitte danach entsorgen und nicht mehr essen“.

Eine akute Sinusitis kann man auch mit Curcuma lindern, da es antientzündlich wirkt. Dafür nimmt man einen halben Teelöffel Kurkumapulver in ein Glas mit warmem Wasser und gurgelt mehrmals damit. Man kann Curcuma aber auch als Tee zu sich nehmen.

Kann eine Nasenspülung helfen?

Das Spülen der Nasengänge mit Salzwasser ist inzwischen ein Klassiker, nicht nur in der ayurvedischen Medizin. Durch die Spülungen verringert sich der Druck in den Nebenhöhlen und das Salz hemmt das Wachstum der Bakterien. Ein mineralhaltiges Salz wie beispielsweise das Emser Nasensalz befeuchtet nicht nur die Nase, sondern desinfiziert diese gleichzeitig.

Schmutz und Verkrustungen werden hinausbefördert, der Schleim verflüssigt sich und die Schleimhaut schwillt ab. Am besten verwendet man eine Nasendusche oder ein Nasenspülkännchen, löst das Salz in warmem Wasser auf und spült dann nach Anleitung.

Ein weiterer Tipp besteht im Hochschnauben von gesunden Schleimhautbakterien (z.B. Symbioflor 1). Zweimal täglich 10 Tropfen über längere Zeiträume helfen der Regeneration in den Nasennebenhöhlen. Eukalyptusprodukte unterstützen das freie Atmen und erfrischen.

Wie lange hält die Sinusitis an?

Die offizielle Leitlinie der Deutschen Gesellschaften für HNO-Heilkunde, geht davon aus, dass eine akute Nasennebenhöhlenentzündung in 90 % der Fälle innerhalb von sechs Wochen auch ohne Therapie spontan ausheilt. Ein chronischer Verlauf kann allerdings über Jahre bestehen bleiben. Spülungen mit Kochsalzlösung sind auch hier das Mittel der Wahl, während eine Antibiotikatherapie nur in sehr speziellen Fällen angezeigt ist.

Hausmittel basieren auf Erfahrungen von vielen Menschen und man kann selbst entscheiden ob und welche man anwenden mag, um seine eigenen Erfahrungen zu machen.

Vorbeugen ist besser als Heilen

Die Nasendusche und die Salzlösung kann man immer anwenden, auch als vorbeugende Maßnahme, wenn man anfällig für eine Sinusitis ist. Eine weitere Möglichkeit ist das Ölziehen in der Winterzeit.

Gleich nach dem Aufstehen beginnt man mit dem Ritual, ohne vorher etwas zu essen oder zu trinken. Man nimmt einen Teelöffel natives Kokos-Öl in den Mund. Für die ersten Anwendungen kann man auch mit einem halben Teelöffel beginnen und zieht die ölige Flüssigkeit durch die Zähne. Von links nach rechts, von oben nach unten und umgekehrt. Während dieses Vorgangs vermischt sich das Öl mit dem Speichel und es entsteht eine milchige Emulsion.

Die wird nun zwischen den Zähnen hin und her gesaugt, geschlürft, gezogen und zwar 15-20 Minuten lang. Wichtig ist nichts davon zu schlucken, denn man will ja die Bakterien und andere „ungebetene Gäste“ loswerden.

Den Kopf dabei nicht in den Nacken legen, sondern die Sache ganz entspannt angehen. Falls sich die Kiefermuskeln verkrampfen, legen Sie eine kurze Pause ein. Am Ende das Ganze auf ein Papiertuch ausspucken und in den Mülleimer entsorgen. Den Mund mit lauwarmem Wasser ein paarmal ausspülen. Danach die Zähne putzen.

Das Ganze ist eine Entgiftungsmaßnahme, denn durch das Ölziehen werden die fettlöslichen und dann die wasserlöslichen Abfallprodukte und schädlichen Gifte im Mund gebunden.

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Nahrungsergänzungsmittel sollten nicht als Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung verwendet werden. Ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.