Yams Wurzel

Yams Wurzel Extrakte gegen Östrogendominanz und Osteoporose

Yams Wurzel

Yams Wurzel

Die Yamswurzel hat in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) schon lange einen hohen Stellenwert. In westlichen Ländern erregte die ihr zugeschriebene Wirkung als natürliches Verhütungsmittel großes Aufsehen. Kein Wunder, dass die Yamswurzel seit fast 90 Jahren von Wissenschaftlern intensiv erforscht wird. Ohne die berühmte Knolle als Inspiration wäre die Antibabypille wahrscheinlich niemals auf den Markt gekommen.

Was ist Yams?

Wilde Yams Wurzel, die auch als Wild Yam bezeichnet wird, gehört zur Familie der Yamswurzelgewächse. Beheimatet sind die knapp 800 Pflanzenarten vor allem in tropischen Ländern. Seit Tausenden von Jahren verwenden Naturvölker in Mittelamerika die Yamswurzel als stärkendes Lebensmittel und zur Verhütung von ungewollten Schwangerschaften.

Die Ureinwohner Mexikos erkannten die krampflösende Wirkung und nutzten ihre Heilkräfte für eine sanfte Geburt. Heutzutage dient die Yamswurzel hauptsächlich als Nahrungspflanze. Die bis zu zwei Meter langen Knollen sind auf zahlreichen Märkten weltweit zu finden. Acht der zehn größten Anbaugebiete liegen in Afrika. Mit rund zwei Dritteln der Weltproduktion stellt Nigeria den mit Abstand größten Yamsproduzenten dar.

In den süßlich schmeckenden Knollen verbergen sich wertvolle Nähr- und Vitalstoffe. Besonders hoch ist der Gehalt an Vitamin B1, Vitamin B6, Vitamin C und Vitamin K, den Mineralstoffen Kalium, Magnesium, Phosphor sowie dem Spurenelement Kupfer.[1]

Hormonhaushalt und Östrogendominanz

Östrogene, die auch als Follikelhormone bezeichnet werden, gelten als wichtigste weibliche Geschlechtshormone. Ärzte und Wissenschaftler gingen lange Zeit davon aus, dass ein zu niedriger Östrogenspiegel für die Beschwerden von Frauen während der Wechseljahre verantwortlich ist.

Neuere Forschungsergebnisse legen einen anderen Schluss nahe. Demnach spielt das Verhältnis von Östrogen zu Progesteron bei der Entstehung von Wechseljahresbeschwerden eine entscheidende Rolle. Das Gelbkörperhormon Progesteron gehört ebenfalls zu den weiblichen Sexualhormonen. Während der Menstruation und der Schwangerschaft wird es verstärkt gebildet.

Bei Frauen in der Menopause tritt häufig ein Progesterondefizit auf. Das Verhältnis Östrogen/Progesteron verschiebt sich dadurch zugunsten des Östrogens. Mediziner sprechen in diesem Zusammenhang von einer Östrogendominanz. Die Anzahl an Frauen, die auch in jüngeren Jahren eine Östrogendominanz aufweisen, nimmt ständig zu.

Der Grund liegt darin, dass viele der heutzutage verwendeten Chemikalien eine östrogenähnliche Wirkung haben. Als Folge kommt es zu einer Dominanz des Östrogens, die sich durch Regelbeschwerden und prämenstruelle Symptome äußern kann.[2] Dieser Symptomkomplex wird in der Medizin prämenstruelles Syndrom (PMS) genannt.

Wild Yam kann Wechseljahresbeschwerden und Symptome bei PMS lindern

In jüngster Zeit geriet das Phytohormon Diosgenin in den Fokus der Naturheilkunde. Bereits in den 1940er Jahren konnte der Amerikaner Russell Marker das wertvolle Biomolekül aus der Yamswurzel isolieren und mithilfe chemischer Prozesse in natürliches Progesteron umwandeln. Heutzutage dient Diosgenin der Industrie als Ausgangsstoff für die Herstellung von Progesteron, Pregnenolon, Cortisol und anderen Steroidhormonen.[3]

Viele Forscher gehen davon aus, dass diese Reaktionen auch im menschlichen Körper ablaufen können. Zu diesem Thema gibt es zwar bisher noch keine wissenschaftlichen Belege. Aufgrund ihrer Erfahrungen schreiben zahlreiche Naturheilärzte und Heilpraktiker dem Diosgenin aus der Yamswurzel jedoch eine progesteronähnliche Wirkung zu. Demnach wirkt das Phytohormon auf natürliche Weise einer Östrogendominanz entgegen.

Vor allem zu Beginn der Menopause und bei PMS-Beschwerden empfiehlt sich deshalb die Einnahme von Yams. Zusätzlich ist es wichtig, auf eine vitalstoffreiche Ernährung, einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt und genügend Bewegung an der frischen Luft zu achten.

Wilde Yams Wurzel stärkt die Knochen und beugt Osteoporose vor

Bereits die Ureinwohner Mexikos kannten die positive Wirkung von Wild Yam auf Knochen und schmerzende Gelenke. In der Volksmedizin trägt das vielseitige Heilmittel deshalb die Bezeichnung Rheumawurzel. Mehrere Studien bestätigten das uralte Wissen der indigenen Völker Mittelamerikas.

Aktuellen Erkenntnissen brasilianischer Forscher zufolge haben die Inhaltsstoffe der Yamswurzel antiinflammatorische und antinozizeptive Eigenschaften.[4] Diese medizinischen Fachausdrücke bedeuten: Das Naturheilmittel ist in der Lage, Entzündungen zu hemmen und die Schmerzwahrnehmung zu verringern.

Anhand wissenschaftlicher Studien wiesen Forschungsgruppen aus den USA und Südkorea nach, dass Extrakte der Yamswurzel den Einbau von Kalzium in die Knochen verbessern. Zudem wird die Produktion der Eiweißstoffe Laminin beta-2 und Kollagen Typ I angeregt, die eine zentrale Rolle beim Knochenaufbau spielen.[5] [6] Welche genaue Funktion die Vitalstoffe von Wild Yam bei der Mineralisierung der Knochen ausüben, konnte bisher noch nicht aufgeklärt werden.

Bekannt ist, dass Störungen des hormonellen Gleichgewichts während der Wechseljahre den Knochenabbau begünstigen und somit die Entstehung von Osteoporose fördern. Im Jahr 2011 fanden koreanische Forscher Hinweise darauf, dass Diosgenin für die knochenstärkende Wirkung der Yamswurzel verantwortlich sein könnte.[7] Um die Gefahr von Osteoporose zu verringern, wird deshalb häufig die präventive Einnahme von Yams empfohlen.

Hinweise zum Verzehr von Yamswurzelextrakten

Bei leichten Wechseljahresbeschwerden ist es ratsam, zunächst auf pflanzliche Präparate wie die wilde Yams Wurzel zurückzugreifen. Der Behandlungserfolg hängt wesentlich von der enthaltenen Menge an Diosgenin ab. Wenn sich die Beschwerden nicht verbessern, kommt eine bioidentische Hormontherapie infrage.

Unter diesem Begriff verstehen Ärzte die Gabe künstlich hergestellter Hormone, die den körpereigenen Hormonen zu 100 Prozent entsprechen. Wer eine Hormonersatztherapie erhält, sollte auf die Einnahme von Wild Yam verzichten. Das Gleiche gilt für Schwangere und stillende Mütter. Es handelt sich um eine Vorsichtsmaßnahme, da das Naturheilmittel möglicherweise ungünstige Auswirkungen auf den Hormonhaushalt hat.

Die hochwertigen Inhaltsstoffe der Yamswurzel können einer Entstehung von Osteoporose vorbeugen. Ihre antioxidativen Eigenschaften schützen zudem die Schlagadern vor der gefürchteten Arterienverkalkung (Arteriosklerose).[8] Für Frauen, die unter PMS leiden, lohnt sich auf jeden Fall ein Therapieversuch mit Yamswurzelextrakt. Bei der allgemein empfohlenen Dosierung sind keine Nebenwirkungen zu erwarten.

Quellenverzeichnis

[1] https://www.naehrwertrechner.de/naehrwerte/Yamswurzel/

[2] https://natuerliche-hormonregulation.de/regelbeschwerden-und-pms/

[3] https://www.sciencedirect.com/topics/neuroscience/diosgenin

[4] Lima CM, Lima AK, Melo MG, Serafini MR, Oliveira DL, de Almeida EB, Barreto RS, Nogueira PC, Moraes VR, Oliveira ER, de Albuquerque RL Jr, Quintans-Júnior LJ, Araújo AA. Bioassay-guided evaluation of Dioscorea villosa – an acute and subchronic toxicity, antinociceptive and anti-inflammatory approach. BMC Complement Altern Med. 2013 Jul 28;13:195.

[5] Wegiel B, Persson JL. Effect of a novel botanical agent Drynol Cibotin on human osteoblast cells and implications for osteoporosis: promotion of cell growth, calcium uptake and collagen production. Phytother Res. 2010 Jun;24 Suppl 2:S139-47.

[6] Kim S, Shin MY, Son KH, Sohn HY, Lim JH, Lee JH, Kwun IS. Yam (Dioscorea batatas) Root and Bark Extracts Stimulate Osteoblast Mineralization by Increasing Ca and P Accumulation and Alkaline Phosphatase Activity. Prev Nutr Food Sci. 2014 Sep;19(3):194-203.

[7] Chiang SS, Chang SP, Pan TM. Osteoprotective effect of Monascus-fermented dioscorea in ovariectomized rat model of postmenopausal osteoporosis. J Agric Food Chem. 2011 Sep 14;59(17):9150-7.

[8] Chang WC, Yu YM, Wu CH, Tseng YH, Wu KY. Reduction of oxidative stress and atherosclerosis in hyperlipidemic rabbits by Dioscorea rhizome. Can J Physiol Pharmacol. 2005 May;83(5):423-30.

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