Zistrose

Zistrose: Für starke Abwehrkräfte

Zistrose: Für starke Abwehrkräfte

Zistrose (Cistus incanus)
Für starke Abwehrkräfte

Wer ein Phytotherapeutikum sucht, mit dem er sein Immunsystem nachhaltig stärken kann, sollte zum Zistrosentee oder Cistus-Trockenextrakt greifen. Dann hat er ein hochwirksames Mittel zur Hand, das ihn vor Erkältungen, Entzündungen und anderen Erkrankungen schützen kann.

Wissenswertes über die Zistrose

Die Zistrose (Cistus incanus, Cistus creticus) ist in den Ländern rund ums Mittelmeer beheimatet. Der Bodendeckerstrauch wird bis zu einem Meter hoch und hat grau behaarte Blätter und Stängel. Je nachdem, um welche Unterart es sich handelt, entwickelt das Cistuskraut purpurfarbene, rosarote oder weiße Blütenblätter.

Die alte Heilpflanze bevorzugt sonnige erhöhte Standorte und wächst sogar auf nährstoffarmen und trockenen Böden, kalkhaltigem oder felsigem Untergrund. In den Regionen nahe dem Mittelmeer kennt man ihre gesundheitsfördernde Wirkung schon seit wenigstens 2000 Jahren.

Um das in den Blättern befindliche Harz zu erhalten, bediente man sich im Griechenland des vierten vorchristlichen Jahrhunderts weidender Ziegen und Schafe. Liefen sie durch die Zistrosensträucher, blieb das Harz an ihrem Fell kleben. Nach dem Auskochen der Wolle formte man die wachsähnliche Substanz zu Klumpen.

Diese wurden dann als Laudanum (Labdanum) in andere Mittelmeerländer und in den Sudan verkauft. Dort stellte man daraus Parfüm, Seife und Räucherartikel her. Die griechischen Bauern und die auf dem Berg Athos lebenden Mönche behandeln seit der Antike die unterschiedlichsten Erkrankungen mit Cistustee: Pilzinfektionen, bakterielle Entzündungen, Schleimhautentzündungen und Hauterkrankungen. Sogar als Kosmetikum wurde Cistus incanus genutzt.

Zur Herstellung von Cistustee schneidet man die Zweige vom Strauch ab und trocket sie an einem schattigen Ort. Die Blätter werden traditionell zwischen April und Juni geerntet, wenn der Cistusstrauch blüht. Zur Zubereitung eines Heilkräutertees gießt man die getrockneten und zerkleinerten Blätter einfach mit heißem Wasser auf. Der Tee sollte allerdings nicht gesüßt werden. Zur Herstellung von Cistus-Pastillen und Kapseln verwendet man einen Trockenextrakt aus dem Heilkraut.

Wirkung und Anwendungsgebiete von Cistus incanus

Aus dem in den Blättern der alten Heilpflanze enthaltenen Harz und den Blättern selbst stellt man seit der Antike die unterschiedlichsten Heilmittel her. Ihre Stängel und Blätter haben den höchsten Polyphenolgehalt, der jemals bei einer Pflanze festgestellt wurde. Diese Gruppe von biochemischen Stoffen, die man auch als Vitamin P bezeichnet, wird in ihrer Wirkung von den ebenfalls in der Cistrose enthaltenen Gerbstoffen unterstützt.

Dass BIO Cistustee einen extrem hohen Gehalt an Polyphenolen hat, zeigten auch im Ahrensburger Lefo-Institut durchgeführte Laboruntersuchungen: Die sekundären Pflanzenstoffe hatten eine zwanzigmal stärkere antioxidative Wirkung als frischer Zitronensaft und dreimal so starke zellprotektive Eigenschaften wie Holundersaft und Grüntee. Verglichen mit den Herz und Gefäßwände schützenden Antioxidanzien aus roten Trauben (Rotwein), zeigten die Cistus-Polyphenole einen vierfachen antioxidativen Effekt.

Daher setzt man Cistus-Produkte in der Naturheilkunde zur Behandlung und Vorbeugung bakterieller, viraler und durch Pilze verursachter Infektionen ein. Außerdem können diese Pflanzenwirkstoffe ungehemmtes Zellwachstum und eine übermäßige Zellvermehrung eindämmen. Sie stabilisieren Herz und Kreislauf und stärken in Zusammenarbeit mit Vitamin C die körpereigene Immunabwehr.

Weil sie auch gegen Viren wirksam sind, setzt man Cistuskraut in der Alternativmedizin zur Grippe-Vorbeugung bei Influenza Typ A ein. In-vitro-Versuche an lebenden Zellkulturen zeigten, dass die Antioxidanzien das Eindringen der Influenza-Viren in die Zelle verhindern können. Über offenen, nicht allzu tiefen Wunden und Schleimhautverletzungen bilden die Polyphenole in Kombination mit den Gerbstoffen eine schützende Schicht, sodass die betroffene Stelle ungestört heilen kann.

Laborversuche mit Zistrose

Laborversuche mit Akne-Erregern zeigten, dass die Cistus-Wirkstoffe das Wachstum dieser Bakterien hemmen und sie sogar abtöten können. 100 an Neurodermitis erkrankte Kinder wurden im Rahmen einer Klinikstudie zweimal pro Tag mit Cistus-Sud gewaschen und mussten zusätzlich täglich einen Becher Zystustee trinken.

Bei 60 Prozent der kleinen Patienten besserte sich die entzündliche Hauterkrankung: Die Waschungen mit dem Tee oder Sud des traditionellen Heilmittels lindern Juckreiz, wirken entzündungshemmend, verbessern das Hautbild und beschleunigen bei oberflächlichen Verletzungen die Wundheilung. Auch Cistussalbe kann Hautkrankheiten bessern.

Behandelt man Entzündungen im Mund-, Hals- und Rachenraum mit Cistustee, klingen sie und die damit einhergehenden Schmerzen innerhalb kurzer Zeit ab. Er eignet sich sogar zur Vorbeugung von Halsschmerzen und Mandelentzündungen. Die im Zistrosenextrakt enthaltenen Gerbstoffe wirken sich auch bei Darmentzündungen, Durchfällen und Darmkrämpfen positiv aus: Sie legen sich schützend auf die Darmschleimhaut und beschleunigen so den Heilungsprozess. Die ebenfalls in Cistus vorhandenen Flavonoide verlangsamen die Darmpassage und wirken Durchfällen entgegen. Leidet der Patient an Darmkrämpfen, entspannt das Heilkraut die Darmmuskulatur, sodass Krämpfe und Schmerzen zurückgehen.

Zahnsanierung

Ein Wissenschaftler der Universität Lübeck fand heraus, dass die Polyphenole sogar imstande sind, Gifte aus dem menschlichen Körper zu entfernen. Sie binden im Darm aus Zahnfüllungen ausgetretenes Amalgam und Schwermetalle wie beispielsweise Cadmium und sorgen für eine schnelle Ausleitung der Toxine über den Stuhlgang.

Daher sollten Patienten, bei denen eine Zahnsanierung durchgeführt wird, vier Wochen lang täglich einen Liter Cistustee und reichlich stilles Mineralwasser trinken. Laborversuche ergaben, dass die Cistus-Inhaltsstoffe sogar gegen Borreliose-Erreger wirksam sind. Hunde, denen man regelmäßig Zistrosensud ins Futter gab, wurden deutlich weniger von Zecken befallen. Allerdings gibt es für diesen Anwendungsbereich noch keine medizinischen Studien.

Dosierung und Art der Anwendung der Zistrose

Die heilkräftige Pflanze wird innerlich für Mundspülungen, Tees und zum Gurgeln und äußerlich in Form von Sitzbädern, Waschungen, Salben und zum Abtupfen angewendet. Art der Anwendung und Dosierung hängen davon ab, was damit behandelt wird und sollten unbedingt mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Um sich einen Cistustee zuzubereiten, gießen Sie 3 bis 6 Gramm getrocknetes zerkleinertes Cistuskraut mit kochend heißem Wasser auf und lassen es zwei bis zehn Minuten lang zugedeckt ziehen. Anschließend seihen Sie den Tee ab und trinken ihn über den Tag verteilt.

Leiden Sie an einer Zahnfleischentzündung, Parodontitis oder wollen Sie eine Kariesprophylaxe durchführen, spülen Sie drei- bis fünfmal täglich Ihren Mund mit dem abgekühlten Tee. Möchten Sie, dass die Wirkung der Polyphenole in Ihrem Blut länger anhält, geben Sie noch einige Tropfen frisch gepressten Zitronensaft in Ihren Tee. Ein intensiveres Aroma entwickelt Ihr Zistrosentee, wenn Sie ihn kalt ansetzen und fünf Minuten lang auf dem Herd köcheln lassen.

Zwei Tassen Tee täglich können Insektenstiche und Zeckenbisse verhindern: Die Polyphenole haben eine abschreckende Wirkung auf das Ungeziefer.

Äußerliche Anwendung

Möchten Sie den Sud äußerlich anwenden, kochen Sie 10 bis 20 Gramm Zistrosenkraut mit 100 bis 200 ml Wasser fünf Minuten lang, sieben den Tee durch und lassen ihn erkalten. Hautprobleme können mit einer mehrmals täglich aufgetragenen Cistus-Hautcreme gelindert werden. Zur Behandlung von Halsschmerzen und Mandelentzündungen lassen Sie ein bis zwei Cistus Hals-Lutschtabletten im Mund zergehen. Sie beinhalten standardisierten Cystus 052 Extrakt.

Zistrosentee kann nach Geschmack mit anderen Teesorten vermischt und als Erfrischungsgetränk konsumiert werden. Wie bei Heilkräutern üblich, unterscheidet sich sein Wirkstoffgehalt nach Bodenbeschaffenheit, Standort und Mikroklima. Achten Sie beim Kauf daher auf die Höhe des Polyphenolgehalts und auf die Reinheitsprüfung. Weitere hilfreiche Informationen finden Sie beispielsweise in: Günter Harnisch, Cystus. Gesundheit und Schönheit aus der griechischen Wildpflanze.

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